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Über Ouenda

28. Februar 2010 in Allgemein

Über Ouenda

Ouenda besteht aus verschiedenen Fürstentümern – zum Beispiel Benaris, Yantosi und Khelgardsland – die von starken Landesfürsten regiert werden. Es gibt viele Clans in Ouenda, an deren Spitze jeweils ein Earel – der Clanchef – steht. Wer welchem Clan angehört und wie mächtig der jeweilige Clan ist, ist im Alltag sehr wichtig. Jerushas Clan war einmal reich und geachtet, ist durch den Fluch inzwischen jedoch verarmt und in Bedeutungslosigkeit versunken. Kiéran dagegen entstammt einem kleinen, aber mächtigen Clan und hat durch seinen Vater, einen Abgesandten Yantosis, schon in seiner Jugend die meisten Herrscher Ouendas persönlich kennengelernt.

Die Nachbarreiche unterscheiden sich stark von Ouenda: im Nordwesten beispielsweise liegt das von konkurrierenden Warlords zerrissene Thoram, dessen Truppen oft Vorstöße über die Grenze von Ouenda wagen. Und im Osten findet sich das Reich, dessen Namen niemand in Ouenda gerne ausspricht: Khorat. Viele verschiedene nichtmenschliche Wesen bevölkern es, doch den Menschen ist kaum etwas darüber bekannt. Eingeweihte dagegen wissen, dass dort beispielsweise die Eliscan leben. Es gibt mehrere unterschiedliche Elis-Kulturen, zum Beispiel die Elis Aénor (genannt „das Mondvolk“), die Elis Finhar oder die Elis Sarkorr.  Vor etwa zweitausend Wintern gab es mehrere heftige Kriege zwischen den Bewohnern Ouendas und Khorats, die Eliscankriege, die bei den Menschen jedoch fast in Vergessenheit geraten sind. Nur in den Tempeln der Schwarzen Spiegel hält man die Erinnerung daran wach, die Priester und Novizen sind noch immer wachsam und sehen es seit Jahrtausenden als ihre Aufgabe an, die Menschheit vor den Geschöpfen Khorats zu schützen.

Ouenda-Karte von Daniel Ernle (Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Illustrators)

Die Fürstentümer

Kalamanca – ruhige, bäuerliche Gegend mit viel Handwerk. Dorthin, an die Grenze zu Benaris, hat sich Jerushas Clan zurückgezogen. Regiert wird Kalamanca von der alten, bequemen Fürstin Muria UlPórim und ihren zahlreichen Nachkommen; die Hauptstadt heißt Jakobsburg. Berüchtigt ist Kalamanca nur für die vielen Schattenspringer, die sich den Menschen nähern und angeblich versuchen, ihnen die Seele zu stehlen. In den Eliscankriegen war die Provinz wegen ihrer Nähe zu Khorat stark umkämpft.

Benaris – großes, mächtiges Fürstentum, das zu einem Großteil aus den weiten Ebenen des Bénar besteht. Regiert wird Benaris von der Quellenveste aus, einer Burg der AoWestas. Die Grenze zum Nachbarland Thoram im Norden ist stark umkämpft, außerdem gibt es im Land regelmäßig Probleme mit abtrünnigen Magiern und Elementarwesen wie zum Beispiel Feuernymphen. An der Südöstlichen Grenze gibt es eine Region mit Riesenbäumen, die „Straße der Giganten“ genannt wird; dorther stammt Jerushas Clan ursprünglich.

Yantosi – in einer alten Sprache bedeutet der Name „Tiefwald“, und tatsächlich ist das Fürstentum von oben gesehen smaragdgrün; es ist bekannt für seine tiefen Seen und Schluchten und gefürchtet für die übellaunigen Anderwesen, die in den Bergen und Höhlen Yantosis ihre Rückzugsgebiete haben. Regiert wird es von Fürst Ceruscan, dessen Burg Ger Iena sich im Norden Yantosis befindet. In ganz Ouenda bekannt sind die großen Handelsstädte Cym und Cyr sowieso Corris Yant.

Larangva – stolze Küstenregion, bekannt für seine Silberschmiede und Obstplantagen. Das Klima ist die meiste Zeit trocken und warm und wird in der Regenzeit schwül und feuchtwarm. Regiert wird es von dem jungen, hitzköpfigen Rhakan SiManao, der jede Kritik an seiner Person mit der Todesstrafe belegt hat. Besonders bekannt ist die farbenprächtige Blütenküste von Larangva, und Kiéran hat einige Jahre seiner Jugend in der Handels- und Hafenstadt Alegowa verbracht.

Khelgardsland – schroffes Hochgebirge an der Grenze zu Khorat. Trotz der vielen Erz- und Edelsteinminen dort ist der Großteil der Bevölkerung sehr arm. Die Bergbewohner gelten als raue und unberechenbare Gesellen; manche von ihnen können klettern wie Affen, haben schmale Gesichter und lange Greifhände zum Festklammern. Regiert wird Khelgardsland von dem Gewinner eines alle fünf Jahre stattfindenden Wettbewerbs, in dem Stärke und Klugheit gefragt sind. Auch einige Anderwesen gibt es in Khelgardsland, zum Beispiel schürfen Eisenfresser mit den bloßen Pranken Erz – ihre Nahrung – aus der Erde, ab und zu rotten sie sich zusammen und überfallen die Minen.

Uskaja – kleine Provinz zwischen Benaris und Larangva, die von Magiern gegründet wurde. Sie wird sehr autokratisch regiert. Bekannt ist die Provinz für hervorragende Akademien, beispielsweise Miror und Reshan Julis, beide so groß wie Städte.




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Ihr Kommentar:

Am besten kann ich mir die Schauplätze vorstellen, wenn ich sie zeichne – also entstanden während der Planungsphase für „Nachtlilien“ stapelweise Skizzen. Als allerererstes zeichnete ich mir natürlich eine Karte von Ouenda, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wo sich was befindet. Während des Schreibens änderte sich allerdings noch einiges, ich verlegte ganze Städte, Berge, Regionen. Es hat durchaus etwas für sich, Gott spielen zu können 🙂

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